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Ein Kriegsgefangenenlager in Sölden?

Im Dezember 1942, die 6. Armee der deutschen Wehrmacht war gerade unentrinnbar im Kessel von Stalingrad eingeschlossen worden, hatten die Hochsölder Hoteliere eine Idee. Kriegsgefangene aus den von den Deutschen überfallenen Ländern sollten ihnen eine Straße von Sölden hinauf bauen.

Und so stellte Serafin Gurschler vom Hotel Hochsölden im Namen auch von Martin Riml (Sonnenblick), Hans Fender (Schöne Aussicht), Johann Riml (Enzian) und Wilhelm Lengler (Alpenfriede) einen Antrag an die zuständige Behörde, das Landratsamt des Landkreises Imst, diese „Angelegenheit einmal näher ins Auge zu fassen … und uns einen günstigen Bescheid zu erteilen“. Es sei nämlich so, „dass die Strasse ohne jede Schwierigkeit von Kriegsgefangenen unter fachlicher Aufsicht gebaut werden kann.“

Das Begehren „wegen Errichtung eines Gefangenenlagers zum Zwecke des Ausbaus der Strassenstrecke Sölden – Hochsölden“ musste abgelehnt werden, weil dem Arbeitsamt Landeck „selber keine Kriegsgefangenen zur Verfügung stehen und die eventuell zu erwartenden Gefangenen bei kriegswichtigen Bauvorhaben oder in der Landwirtschaft verwendet werden müssen“ (Schreiben des Landratsamtes an Serafin Gurschler vom 24.2.1943).

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