Was tut ein Franzose 1860 im hinteren Ötztal?
Er fotografiert die alte Mühle an der Gurgler Ache hinter Zwieselstein. Was für eine Schinderei muss das gewesen sein mit dem damals so schwerem Gerät so weit vorzudringen! Und dann war er auch noch am Rotmoosferner, um dort einen Gletscherbruch zu fotografieren. Da kann man dann schon einmal vergessen, dass Zwieselstein nicht in „Allemagne“ liegt.
Wie gesagt 1860, 21 Jahre nachdem die Photographie erfunden und gerade einmal zehn Jahre nachdem die Stereoskopie aufgekommen war.
Der gute Mann hieß Honoré Antoine Radiguet (1824–1887) und war eigentlich mit der Herstellung von Barometern, Thermometern und anderen Messgeräten beschäftigt.

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