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Ein Zufall und ein Glücksfall

Manches ist reiner Zufall: Das Valtele (Valentin Gstrein) hat seinen Architekten fürs Hochfirst in Gurgl, den Franz Baumann, beim Marberger in Umhausen kennengelernt. Der Hannes Gstrein den seinen für die Pension in Vent, den Hans Feßler, beim Skifahren am Arlberg. So ist er durch Glück zu einem prominenten und heute noch hochgeschätzten Bau der sogenannten „Tiroler Moderne“ gekommen.

Gebaut wird auf der Kuglebne, auf einem Grundstück, das seine Frau Loisa von ihrem Vater bekommen hat.
Die im Plan von 1932 vorgesehene Terrasse rundum – vom westlichen Haupteingang bis zu jenem an der Südostseite -, die optisch eine Art Sockel des Gebäudes bilden sollte, wurde weggelassen, schließlich ist die große freie Fläche südlich der Pension Terrasse genug.
Der Bau, 1933 begonnen, fällt genau in der die Zeit der 1000-Mark-Sperre (1933 – 1936), als Gäste aus dem Deutschen Reich, die in Österreich Urlaub machen wollten, 1000 Reichsmark zu bezahlen haben. Daraus erklärt sich auch die lange Bauzeit, die Pension ist erst 1936 fertiggestellt worden und in Betrieb gegangen. Das Bild unten dürfte genau aus dieser Zeit stammen: letzte Arbeiten sind offensichtlich noch im Gange.   

1952 ist die Pension Gstrein hangseitig von Hans Feßler selbst behutsam erweitert worden. Der bekannte Archtitekt und Architekturkritiker Friedrich Achleitner schreibt in seinem Standarwerk „Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert“ über diesen Bau:

„Eines der wenigen klassischen Hotels der Tiroler Moderne, das sich noch in seiner ursprünglichen Form (mit Ausnahme eines Anbaus) erhalten hat. Und man kann nur hoffen, dass es erhalten bleibt.“

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