Das große Lawinenunglück in Untergurgl vor 75 Jahren
1951 war ein Jahr der Lawinenkatastrophen in den Alpen. Ganz schlimm traf es auch das hintere Ötztal. In Untergurgl (Angern) – oben vor der Zerstörung – gab es am 21. Jänner sieben Tote: die ledigen Schwestern Marianna und Paulina Fiegl, deren Magd Rosa Kofler aus Pfelders samt der zweijährigen Tochter Rosamaria sowie im Nachbarhaus die Eheleute Georg und Maria Auer und deren Adoptivtochter Rosamunde. Sieben Personen konnten lebend gerettet werden. Der Knecht Felix Kofler saß derweil – es war Sonntag – im Gasthaus beim Kartenspielen. Drei Häuser mit den Wirtschaftsgebäuden wurden von der riesigen Staublawine zerstört, ein Großteil des Viehs ging zugrunde. Auch vom Kirchlein blieb nur ein Trümmerhaufen übrig. (Es ist 1955 neu aufgebaut worden.)
Große Schäden gab es auch im Poschach. Im Windach wurde Fiegls Gasthaus von einer Staublawine erfasst und bis in die Windache geplündert, auf der Leite erwischte es Manuels Stall und Stadel, die in Lochlehn zu liegen kamen. Fast der gesamte Viehstand war betroffen. In Vent wurden der Widum und das Posthäusl zerstört. Dabei kam der 19jährige Postbedienstete Karl Auer zu Tode.

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