Ein Obst-Standl in Sölden? In den 1930ern?
Gottfried Gritsch von Schmiedhof (Zotlars) hat‘s jedenfalls probiert. Wohl in Rainstadl vis-a-vis vom Hotel Sonne, da, wo nach dem Krieg der Hubert Grüner seinen Kiosk betrieben hat. Die Sölden-Prospekte aus der Zwischenkriegszeit werben zwar mit „Geschäfte aller Art im Ort“ und „shops of every kind in the village“, aber ein Obststandl? In Sölden? In dieser Zeit? Eine Marktlücke?
Ja, woher denn nehmen das Obst? Frisches Obst. Täglich. Verschiedene Sorten.
Das kann kein Geschäft gewesen sein. Deshalb hat er es auch zusätzlich mit dem Verkauf von Ansichtskarten versucht (oben), sogar mit einem eigenen Verlag (unten). Den seltenen Exemplaren nach, die auffindbar sind, dürfte er auch damit bescheidenen Erfolg gehabt haben. In einem Namensverzeichnis von 1938 scheint Gottfried Schöpf (1897 – 1964) jedenfalls als „Taglöhner“ auf.

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