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Es ruft die Sturmschar!

Bevor es ab 1938 auch hierzulande das „Deutsche Jungvolk“ und die „Hitler-Jugend“ gab, in die die Kinder und Jugendlichen hineingezwungen wurden, gab es in Österreich in der Zeit des sogenannten „Christlichen Ständestaates“ (1934-1938) die Jugendgruppen der „Ostmärkische Sturmscharen“, in die auch bei uns die Schüler und Schülerinnen der Oberstufe mehr oder weniger hineingenötigt wurden. Besonderer Wert gelegt wurde unter dem schrägen Titel „Wir sind Ostmark-Deutsche“ auf einen Österreich-Patriotismus, die Unterordnung unter das diktatorische Regime und nicht zuletzt auf die Einübung – wie es oben heißt – „soldatischer Strammheit“.

Die Erharts, die dieses Eintrittsformular für ihren Sohn unterschrieben haben, stammten aus dem oberen Vinschgau und betrieben in Sölden auch noch nach dem Krieg eine Metzgerei im „Bluetviertel“ (später: Dohlenpick). Hedwig Erhart war wegen ihrer vaterländischen und damit antinazistischen Gesinnung 1940 mehrere Wochen in Gestapo-Haft.

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