Als das Telephon nach Sölden kam
1899 wurde die Telephonleitung bis Sölden verlegt und im selben Jahr gleich auch noch bis Gurgl. Das erste Telephon und damit die Telephonnummer 1 bekam die Bäckerei Fidelis Gstrein in Wohlfahrt. Nummer 2 der Gasthof Alpenverein, gefolgt von der Sonne und der Traube (später Gasthof Post). Die Postmeisterin Magdalena Falkner sicherte sich die Nummer 5 privat für ihr Landhaus in Hainbach. Nummer 6 bekam die Gendarmerie und 7 der Doktor. Eine öffentliche „Sprechstelle“, wie es damals hieß, gab es im „Post- und Telegraphenamt“. In Zwieselstein hatten die beiden Gasthäuser, Zwieselstein und Traube (später: Post) die ersten Fernsprechapparate und damit die ersten beiden Nummern. In Gurgl hatte das Edelweiß die Nummer 1, in Vent, wohin Pfarrer Thöni 1904 auf eigene Kosten die Leitung errichten ließ, sein Gasthof zum Curaten den ersten und einzigen Anschluss.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als es schon viel mehr Fernsprechteilnehmer gab, wurde den alten Nummern die Ziffer 2 vorangestellt, sodass zum Beispiel aus der Nummer 26 (Raiffeisenkasse) die Nummer 226 wurde, die dann nocheinmal (wohl in den 1970er Jahren) durch eine weitere 2 zur 2226 erweitert wurde, wie sie bis heute gültig ist.

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