Als Sölden zu Bayern gehört hat
Von 1806 bis 1814 war Tirol unter bayerischer Herrschaft. Der Aufstand dagegen wurde bekanntlich mithilfe der Franzosen 1809 niedergeschlagen. Und das hieß, dass junge Tiroler zum königlich-bayerischen Heer einberufen werden konnten. So erging es 1811 auch dem zwanzigjährgen Jakob Klotz von Windau. Allerdings konnte man sich vom Militärdienst freikaufen, was nicht durch eine einfache Zahlung an den Staat geschah, sondern indem man jemanden an seiner Stelle geschickt hat, der dafür natürlich zu entlohnen war:
Quittung
Ueber 50 f mit Worten fünfzig Gulden – welche unterzeichneter unter 2 mal von dem königlichen Landgerichtsdiener Wairberger statt dem Jakob Klotz zu Sölden für welchen ich als Soldat freywillig bei den kön-baier. Truppen eingestanden bin richtig empfangen zu haben bescheine.
Zur Bestätigung folgt meine Unterschrift.
Silz am 3ten März 1811
Die Unterschrift ist leider unleserlich, daher wissen wir auch nicht, wer – vielleicht ein anderer Sölder – für den Jakob Klotz eingerückt ist. Es folgt die Unterschrift eines Zeugen und die des Gerichtsdieners Franz Waiberger, der das Schreiben aufgesetzt und die von Klotz erhaltenen 50 Gulden an dessen eingerückten Stellvertreter ausbezahlt hat.

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