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Das Kochbuch der Karolina Schöpf aus Sölden von 1882

Karolina Schöpf, laut Taufbuch 1855 in Sölden-Lochlehn geboren, besuchte obigem Eintrag zufolge das „Kloster des guten Hirten in Hall“. Dieses „Zufluchtskloster“, erbaut in den Jahren 1863-65, betrieb neben einer privaten Volks- und Hauptschule mit Internat für Mädchen auch eine Hauswirtschaftsschule. Hier lernt sie die Zubereitung nobler Speisen für die Gastwirtschaft (Gebratener Indian, Karpfen, Lungenbraten, Kaiserschnitzel usw.), aber auch die von bäuerlicher Kost wie „Gedünstete Kuttelflöck“ oder „Eingemachtes Gekröse“.

Auf der linken Seite oben hat sie das Rezept für „Gebackene Kalbs u. Lammfüße“ notiert:
„Wen die Füße sauber gebutzt, u. in Salzwasser gekocht sind daß man die Knochen auslößen kann werden sie zu Stücke geschnitten, ausgekühlt dreht man sie in Mehl u. Brößeln u backt sie aus den Schmalz.“

Darunter die Anleitung für „Gebackenes Hirn“:
„Man legt das Kalbshürn durch mehrere Stunden in kaltes Wasser, schneidet fingerlange u. ebenso dicke Streifen, besteubt sie mit feinen Salz und Mehl, kehrt sie in abgeschlagenen Eiern, besteubt sie mit Semmelbrößeln u. backt sie aus den Schmalze.“

Dem „ramlatn“ Umschlag des Kochbuches nach ist es lange und auch ordentlich in Gebrauch gewesen.

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