Der erste Sölder Landtagsabgeordnete nach dem Krieg
Oder überhaupt.
1949 war das Jahr, in dem Eduard Wallnöfer, der spätere Tiroler Landeshauptmann, und Alois Lugger, der spätere Innsbrucker Bürgermeister, zum ersten Mal in den Tiroler Landtag gewählt wurden. Und eben auch Valentin Falkner (Buggls Valtl) als Fremdenverkehrsfachmann, nominiert vom Wirtschaftsbund der ÖVP. Im Wahlkampf der Volkspartei (organisiert vom früheren SS-Hauptsturmführer Kurt Gattinger) ging es vor allem um die Integration ehemaliger Nazis, um Wiederaufbau, um ein Ende der Besatzung Österreichs und um die Abwehr der neuen vierten Partei, dem VdU (dem Vorläufer der FPÖ).
Die Wahlwerbung (oben), erschienen zur Wahl am 9. Oktober 1949, vermittelt vielleicht gerade durch die schlechte Grafik und den noch schlechteren Druck eine Vorstellung davon, wie sich die schwere Zeit nach dem Krieg angefühlt haben muss.
Wohl durch das lokale Zugpferd Valtl erreichte die ÖVP in Sölden damals satte 96 Prozent der abgebenen Stimmen.
Bei den nachfolgenden Wahlen 1953, 1957 und 1961 war Valentin Falkner auf der ÖVP-Liste stets an unwählbarer Stelle gereiht und schaffte es nicht in den Landtag, 1963 rückte er nach und blieb dann bis zu seinem schweren Schlaganfall 1977 (offiziell bis zum März 1978) Mitglied des Landtages und Tourismussprecher seiner Partei.

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