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Timmel-Öffnung für einen Tag

So schlecht war der Zeitungsdruck damals. Das Bild stammt von der Einweihung des Zollamtsgebäudes am 18. Oktober 1967. Die rot-weiß-rote Fahne ist ausgehängt, ein kleines Zirmle steht stramm daneben. Der östereichische Schlagbaum ist – symbolisch – angehoben, der italienische riegelt die Straße noch ab.
Fünf Tage später aber ist es soweit: Der Innenminister in Rom hat die Durchfahrt für einen Tag von 9:30 bis 16:30 gestattet. Allerhand heimische Prominenz ist ausgerückt und „auf italienischer Seite war ein großes Aufgebot von Sicherheitsbeamten anwesend“, wie es im Polizeibericht heißt. In diesen sieben Stunden passierten 438 Pkws die Grenze Richtung Passeier und 252 Fahrzeuge Richtung Ötztal.
Das war’s dann aber auch schon für dieses Jahr. Erst im September 1968 wurde die Straße übers Joch tatsächlich freigegeben.

Während auf der österreichischen Seite die Straße nach dem im Oktober 1955 erfolgten Spatenstich bereits 1959 befahrbar war, wollten sich die Italiener nicht drängen lassen, die bereits unter Mussolini in den Jahren 1934/1935 bis fast an die Staatsgrenze errichtete Militärstraße für den Durchzugsverkehr auszubauen und fertigzustellen.

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