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Steinzeitliche Funde im Windachtal

Am Eingang ins Gaiskar einerseits und im obersten Bereich der sogenannten Bartebne in den Stablen andererseits sind vor rund 25 Jahren bearbeitete Silex-Steine entdeckt worden; das eine Mal durch gezielte Suche an einem fundverdächtigen Platz (Bild oben), das andere Mal durch Zufall bei Kultivierungsarbeiten. An diesen Stellen, wie vermutlich an manch anderen, dürften mittelsteinzeitliche Lagerplätze bestanden haben, an denen die Feuersteine, auch als „Stahl der Steinzeit“ bezeichnet, zu Werkzeugen verarbeitet wurden. Das Ausgangsmaterial, glasiges Sedimentgestein aus Siliciumdioxid, könnte aus der Gegend um Bozen oder aus dem Gebiet um den Gardasee stammen.

Silex vom Gaiskar (ca. 2280 m), vergrößert, aufgefunden anlässlich einer gemeinsamen Begehung mit Dieter Schäfer und Gernot Patzelt vom Institut für Hochgebirgsforschung an der Uni Innsbruck (Foto D. Schäfer)

Die Mittelsteinzeit beginnt nach dem Ende der letzten Eiszeit um 9.500 und endet um 5.500 vor Christus. Die sich verbessernden klimatischen Verhältnisse erlaubten hier schon die Verfolgung jagdbaren Wildes und längere Aufenthalte – zumindest saisonal begrenzt auf die milderen Monate des Jahres.

Silex von der Bartebne (ca. 1970 m) im Windach, Rohling mit Spuren von Bearbeitung, Originalgröße ca. 27 mm x 13 mm

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