Ein ganz frühes Farb-Dia vom Windach
Auch wenn es an Farbe schon etwas verloren hat. Es zeigt das alte Fiegls Gasthaus um 1939. Im Vordergrund posiert ein Gast mit seiner Tourenausrüstung, hinter ihm sieht man noch ein bisschen Schnee, es könnte Anfang April sein, die Wirtschaft ist noch geschlossen, die Fenster sind verhängt.
Es handelt sich hier um das aus einer Taye hervorgegangene, mehrfach vergrößerte seinerzeitige Gasthaus, das 1951 samt dem Wirtschaftsgebäude von einer riesigen Staublawine weggeputzt worden ist. Rechts oben im Bild sieht man noch die Drahtseile der Seilbahn, die zur Errichtung der Hochstubai-Hütte gebaut worden war und die ebenfalls von der Lawine abgeräumt worden ist.
Die Gastwirtschaft war ursprünglich im Besitz des Cajetan Karlinger, Wirt zu Rainstadel (Unterwirth, später „Gasthof zur Sonne“) und ist dann in den des Christian Fiegl (Josn Pauls) übergegangen, der eine Tochter des Cajetan Karlinger geheiratet hat. Bereits 1869 ist von einer Gaststube „mit Kachelofen, Tisch und Bänken ausgerüstet“ die Rede und einer Schwester von Cajetan Karlinger als Bewirtschafterin.
Und so sah „Fiegl’s Gasthaus“ als Ganzes und in schwarz-weiß etwa zur gleichen Zeit auf einer Ansichtskarte von Josn Pauls Kajetan aus.

Dieser Beitrag hat 0 Kommentare