Schon Mitte der 1920er Jahre heißt es im Prospekt vom Gasthof zur Post: „Friseur im Hause“. Gemeint ist im Erdgeschoß des südwestlichen Anbaus, in dem sich obenauf die Veranda befindet. Den ersten Friseurladen dort betreibt der Innsbrucker Josef Defant, seit 1919 verheiratet mit der aus Imst stammenden Corona Kiechl. Sie bauen über der Ache, im sogenannten Bluetviertl, auf Rimls Grund ein Häuschen, das spätere Haus Corona. Defant ist aber schon bald kränklich, 1928 sucht er einerseits Hilfskräfte
bietet andererseits aber gleichzeitig sein Geschäft – „konkurrenzlos, wo großer Fremdenverkehr“ – auch zum Verkauf an.
Erfolglos. 1929 stirbt Josef Defant mit nur 38 Jahren. Seine Witwe Corona Defant heiratet im Jahr darauf den um sieben Jahre jüngeren Friseurgehilfen Karl Operschall aus Wien. Der Laden kann weitergeführt werden.
Um 1935
Aufgrund von immer mehr nicht deutschsprachigen Gästen und Kunden, versuchen sich die Betreiber 1935 daran anzupassen:
Um 1940
Im Krieg muss Karl Operschall einrücken, er fällt 1944. Jetzt ist Corona wieder allein, frettet sich auch irgendwie durch, muss sich aber dann (1946) um einen Gewerbe-Inhaber umsehen:
Irgendwie ist es immer weitergegangen, „die Operschall“, manche haben auch Operschalla gesagt, konnte das Geschäft bis Ende der 1960er Jahre fortführen, sie immer hinter dem Budel, den großen schwarzen Hund Hari neben sich, zuletzt den Kläffer Bauxi.
Um 1960
40 Jahre nach dem Hotel Post ist 2022 auch dieser Anbau abgerissen worden.
Wie man an diesem Kuvert sieht, hatte Josef Defant zusätzliche Filialen in Längenfeld und Vent.
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