Als die Sölder Böden noch voller Kornfelder waren
Im Bild ein Ausschnitt von Windau um 1940 (rechts vorne Haus und Hof von Petrusn Loislan). Angebaut wurde vor allem Gerste und etwas Roggen. In besonderen Gunstlagen, z.B. am Granbichlkofel, wurde auch mit Weizen experimentiert, im Großen aber musste dieser freilich zugekauft werden.
Die Gerste wurde meistens gestangert, der Roggen zu Bockern (Kornmandln) aufgestellt, wie es uns von dem aus Sölden gebürtigen Oetzer Bauern Franz Josef Gstrein überliefert worden ist. Vielfach wurde bei uns das Gerstenmehl anstelle von Weizenmehl auch zum Kochen verwendet, zum Brotbacken eine Mischung aus Gerste und (so man hatte) Roggen.
Weiter drinnen im Tal, hat es geheißen, „wächst den Bauern das Korn in den Bergen“. Gemeint waren damit die schier endlosen Weiden für die Schafe, die das Geld zum Getreidekauf eingebracht haben. Der Hochgebirgsforscher Gernot Patzelt hat vor einigen Jahren allerdings den – vielleicht auch nur versuchten – Anbau von Gerste im Möslan im Windach auf rund 1850 Metern nachgewiesen.

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